Homburger haben das Sagen

Buckten Volksfest für Landratspräsident Peter Riebli

Peter Riebli, der neue Landratspräsident ist für ein Jahr der höchste Baselbieter.

Peter Riebli, der neue Landratspräsident ist für ein Jahr der höchste Baselbieter.

Regierungspräsident Isaac Reber.

Regierungspräsident Isaac Reber.

Musikalische Umrahmung durch den Gemischten Chor Buckten. Fotos: O. Graf

Musikalische Umrahmung durch den Gemischten Chor Buckten. Fotos: O. Graf

Die Homburger sind zurück und vertreten nun das offizielle Baselbiet genau ein Jahr lang bis zum 30. Juni 2020. Einer von ihnen ist Peter Riebli, den das Parlament zum neuen Landratspräsidenten wählte. Er wohnt in Buckten, wo er auch als Gemeindepräsident amtet. Der andere, Regierungspräsident Isaac Reber, wohnt zwar in Sissach, hat aber Verwandte im Homburgertal. Und Sissach, so Riebli, dürfe durchaus als Pforte zum Homburgertal, bezeichnet werden. Der höchste Baselbieter freute sich, das Buckten erstmals in der Geschichte des Baselbiets den Landratspräsidenten stellen könne. Er setzte sich in seiner Ansprache am Landrootspreesifescht in Buckten vor zahlreichen Gästen, darunter die Baselbieter Regierung in corpore, die Regierungsräte Baschi Dürr und Lukas Engelberger aus dem Stadtkanton und viele andere mehr, satirisch, spöttisch und mit einer feinen Prise Humor mit der Politik auseinander. Er machte sich für das Milizsystem in der Demokratie stark. Die Alternative, die niemand will, weil sie bürgerfremd ist, wäre das Professionalisieren der Politik. Dazu Riebli in seiner Obwaldner Mundart: «Profis hend Titanic buid – und Amateure d Arche Noah.» Das heutige Fest sei schlicht das Beispiel für das Zusammenleben im Dorf.

Alles funktioniert – niemand weiss warum

Als er vor vier Jahren Landrat wurde, habe er sich die Politik einfach vorgestellt, gab der inzwischen pensionierte Chemiker zu verstehen: «Man sagt, was man denkt, und macht, was man sagt.» Im Rat gebe es jedoch bei jeder Streitfrage zwei Standpunkte: den eigenen und den falschen. Eigentlich, mokierte er sich, sollte man die Fakten kennen, ehe man diese verdreht. Das sei aber nicht verwunderlich, solange in der Politik Emotionen für Fakten gehalten werden. Apropos gescheite Parlamentarier: Der grosse Vorteil der Klugheit bestehe darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil zu tun, sei aber entschieden schwieriger. Der Politik, konstatierte Riebli, gelinge es erstaunlicherweise immer wieder, Theorie und Praxis zu vereinen. Auf einen Nenner gebracht, heisst das: «Praxis ist, wenn alles funktioniert, und niemand weiss warum.» Nach diesen bewusst überspitzten Äusserungen besann sich Peter Riebli im Hinblick auf seine Aufgabe als höchster Baselbieter auf einen Grundsatz seinen Eltern: «Gebe immer dein Bestes, mehr kannst du nicht, und weniger darfst du nicht.»

Der neue Regierungspräsident Isaac Reber legte Wert auf eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Regierung und Parlament. Nur so komme man vorwärts. Er bezeichnete Peter Riebli als pragmatisch und konziliant. Er freue sich auf das neue Amtsjahr. Weitere Grussbotschaften und andere Darbietungen lockerten den Anlass auf. Musikalisch umrahmt wurde das Fest vom Musikverein Buckten, vom Alphorntrio «Am Waldrand» und vom Gemischten Chor Buckten.

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