Klimaschäden im Wald

Klimawanderung «Hike for Future» im Ergolztal  

Peter Hartmann erzählte Wissenswertes über den Hardwald.Foto: zvg

Peter Hartmann erzählte Wissenswertes über den Hardwald.Foto: zvg

Die Klimaaktivist/-innen vor dem Regierungsgebäude.

Die Klimaaktivist/-innen vor dem Regierungsgebäude.

Seit einigen Jahren sind beim Spaziergang durch die Baselbieter Wälder dramatische klimabedingte Schäden nicht zu übersehen. Abgebrochene trockene Äste am Waldboden, entwurzelte Bäume, riesige abgeholzte Flächen, grosse Investitionen zum Wiederaufforsten mit trockenheits- und hitzeresistenten Arten: Manche Gebiete sind kaum mehr wiederzukennen und machen einen fast dystopischen Eindruck. Es stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Welche Konsequenzen hat dies für uns alle? Was können wir tun? Wie wollen wir bauen, wie uns ernähren? Wie können wir uns vernetzen, um uns gemeinsam zu engagieren?

Insgesamt etwa 50 Menschen im Alter von zwölf bis 80 Jahren haben am vergangenen Samstag bei bestem Wetter am «Hike for Future» im Ergolztal teilgenommen, um diese Fragen zu diskutieren, sich zu informieren, sich zu vernetzen und im Stedtli Liestal auf die Problematik hinzuweisen. Der Anlass geht auf eine Initiative von klimastreikenden jungen Menschen zurück und wurde von Vertreter/-innen der Klimalokalkomitees Baselland organisiert.

Die Klimawanderung begann im Hardwald, wo Peter Hartmann, Landrat und Co-Präsident der Grünen Muttenz, Wissenswertes zur Geschichte dieser grünen Lunge am Stadtrand teilte und danach vor allem auf den Umgang mit den Trockenheitsschäden der vergangenen Jahre einging.

Nach einer Busfahrt nach Liestal gab es einen Zwischenhalt im Stedtli, wo die Gruppe mit Bannern und Wimpeln auf die Thematik aufmerksam machte und zudem mit nachhaltig produziertem Wein der Domaine Chiquet und Most der Famiglia Fluhberg verpflegt wurde. Nach dieser Stärkung ging es weiter zu einer informativen Führung durch die Passivhaussiedlung Laubiberg, welche mit vielen Zahlen und Fakten auf die Vor- und Nachteile dieser Bauweise hinwies.

Nach einem Fussmarsch nach Sissach stellte der Besuch der «Gmüeserei Sissach» den Abschluss des Tages dar. Pascal Benninger informierte über das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft und über den Anbau, die Lagerung und die Verteilung von Gemüse rund ums Jahr.

Der Tag bot eine Fülle an Gelegenheiten, sich weiterzubilden, sich zu vernetzen und tolle Gespräche zu führen. Sollte Ihr Interesse geweckt sein: Am 24./25. September findet der nächste Hike for Future statt, an welchem weitere spannende Orte mit Bezug zum Klimathema im Kanton Baselland besucht werden. Infos gibt es unter 079 85 913 85. Katrin Groebke

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