Politapéro mit Gastronomie

Liestal Gastro-Baselland-Chefin lobte die gute Zusammenarbeit mit der Politik  

Fröhliche Runden beim Fondue.

Fröhliche Runden beim Fondue.

Co-Präsidentin Fabienne Ballmer  hält die Ansprache. Fotos: B.Eglin

Co-Präsidentin Fabienne Ballmer hält die Ansprache. Fotos: B.Eglin

Zum traditionellen Fondueabend durfte das Co-Präsidium von Gastro Baselland mit Fabienne Ballmer und Philip Bühler viele Mitglieder, Gäste aus dem Landrat und die Regierungspräsidentin Kathrin Schweizer begrüssen.

«Die Beizen sind zwar wieder voll, aber die Krise sitzt uns Gastronomen manchmal noch in den Knochen», sagte Ballmer in ihrer Ansprache. Die Umsätze sind wieder da, aber die Reserven sind aufgebraucht. Dazu kommen die tieferen Margen. Trotz allem muss es weitergehen und die Präsidentin sieht «die ganze Krise auch als Chance». So sah es 2022 nach einer sehr guten Sommersaison aus. Dann folgte mit der Energiekrise und Preiserhöhungen der nächste Dämpfer. Höhere Preise in der Gastronomie sind viel medienwirksamer als ein Aufschlag beim Grossverteiler. Gäste reagieren empfindlicher als Konsumenten. Zu allem Übel kommt der Fachkräftemangel, «der grösstenteils hausgemacht ist und durch Corona noch beschleunigt wurde». Das Gastropersonal möchte am Wochenende frei haben und feiern, doch «eine Hochzeit am Montagmorgen ist unsexy», meinte Ballmer lächelnd. Zudem raten Eltern und Lehrer den Kindern nicht unbedingt, in die Gastronomie einzusteigen.

Mehr Respekt und Wertschätzung

Viele Arbeitnehmer wollen geregelte Arbeitszeiten, weniger Arbeitszeit, mehr Vergnügen und Erlebnis. All das ist in einem Dienstleistungsbetrieb nicht immer möglich. Ballmer appellierte an die Gastrogäste und Gesellschaft, ihren aufgestauten Frust nicht öffentlich und überall abzuladen. Sie verlangte mehr Respekt für die Mensch an der Front und Wertschätzung für deren Arbeit. Für sie ist es eine der schönsten Branchen, Köche sind Rockstars und die Glamourwelt in der Gastronomie und in der Eventbranche sind weltweit zum Greifen nah.

Der Verband kämpft für gute Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie. Sie bestätigte, dass sie und ihre Kolleginnen ihre Beruf lieben, lobte den Landes-GAV als eine gute Sache und findet die Löhne besser, als behauptet wird.

Im verbandseigenen Zentrum in Liestal werden neu die überbetrieblichen Kurse sämtlicher Gastroberufe durchgeführt. Dazu wurde für die erweiterte Region die Hotel und Gastroformation Nordwestschweiz gegründet. Die bestehenden Schulungsräume werden renoviert, damit sich die Schüler während der Grundausbildung auch in diesem Bereich wohl fühlen können und auf dem neusten Stand sind.

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