Rettungswache Altmarkt ist 100 Prozent gelungen
Tag der offenen Tür Das neue Gebäude in Liestal wurde mit allen Details von der Bevölkerung genau inspiziert
Rund um die Rettungswache Altmarkt in Liestal wurde mit viel Publikums-Interesse bei bestem Wetter die offizielle Einweihung gefeiert.
Der exklusive Blick hinter die Kulissen lohnte sich. Die modernen Einsatzfahrzeuge, die umfangreiche Ausrüstung und die Einsatzzentrale vermittelten eine sehr professionelle Bereitschaft für den Ernstfall. Bei beeindruckenden Vorführungen mit drei realitätsnahen Szenarien gab es viel Aktion und spannende Einblicke und auch die Jugend-Feuerwehr konnte ihre Kenntnisse live demonstrieren.
Nebst den Hauptfunktionen (Feuerwehr, Rettungsdienst und Führungsstab), die im Gebäude ihren Aufgaben nachgehen, waren der Bevölkerungsschutzverband Argantia und die Polizei Basel-Landschaft ebenfalls vor Ort.
Die Inbetriebnahme und Eröffnung ist ein wichtiger Meilenstein für die Region. Die Rettungswache Altmarkt ist ein Leuchtturmprojekt für Liestal – nachhaltig, effizient und vorausschauend geplant und steht exemplarisch für funktionale Architektur und effiziente Projektumsetzung.
In sehr angenehmer Atmosphäre konnte auf die geleistete Arbeit und die Umsetzung für eine perfekte Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen angestossen werden.
Gross und Klein erlebten den Alltag der Rettungskräfte hautnah
Von der Gruppe Redog wurde im Gebäude vorgeführt, wie der Hund «Pablo» nach Überlebenden sucht und sie auch findet.
Spannend war es, den Lösch-Roboter zu beobachten, der zum Einsatz kommt, wenn es unsicher und zu gefährlich für den Einsatz der Feuerwehrleute ist.
Für die Besuchenden gab es viele Stände zur Information, es konnte ein Parcours absolviert werden und diverse Stände luden zur Verpflegung.
Bei den Ansprachen zur offiziellen Eröffnung wurde mehrfach die gebündelte Kompetenz, die damit viel einfachere Kommunikation und die schnellere Verfügbarkeit betont. Ein grosser Dank galt auch der Unterstützung der Bevölkerung, sodass dies möglich wurde.
Tobias Pflugshaupt-Trösch, Co-Präsident der Betriebskommission Zweckverband Stützpunkt- und Regionalfeuerwehr Liestal, startete die Ansprachen und freute sich über das Eröffnungsfest.
Landratspräsident Reto Tschudin sprach als ehemaliges Mitglied der Feuerwehr Liestal und aktiver Offizier der Betriebsfeuerwehr des Kantonsspitals Liestal und der Psychiatrie Baselland. Er betonte die Bedeutung des Knotenpunkts Altmarkt für Sicherheit in der Region. Die Rettungszeiten können optimiert werden, da die Feuerwehr, der Rettungsdienst und der Führungsstab nun vereint arbeiten können. Diese Synergie von Infrastruktur und Technik und der «Familie» der Feuerwehr, bei der die Haltung zur Zusammenarbeit zentral ist, gilt es zu nutzen.
Der Leiter Betrieb und Immobilien des Kantonsspitals Liestal, Oliver Faschian, erzählte, dass vor 100 Jahren der Rettungsdienst vom Kanton Baselland mit zwei neuen Krankenwagen in Regie als kantonales Angebot vom KSBL übernommen wurde. Die Menschen im Einsatz für Menschen sind ebenso wichtig wie die Technik. Das neue Gebäude bietet deshalb auch genügend Raum zur Erholung und ist somit eine Art Rettungscampus.
Beim Rundgang angetroffen und befragt
Roger Salathe nannte es eine «ganz coole Sache», die drei Organisationen zusammengebracht zu haben. Er betonte, dass die Gemeinden und die Bevölkerung so gut mitgezogen haben und diese Investition absolut gelungen ist. Dass dies genau zu seinem Abschied als Feuerwehr-Kommandant im Juli 2026 (nach insgesamt 45 Jahren Feuerwehr und 23 Jahren Kommando) nun realisiert wurde, freut ihn ganz besonders.
Der Stadtpräsident von Liestal, Daniel Spinnler, findet die Umsetzung super und hofft, dass nun weitere Gemeinden in den Verbund eintreten werden.
Land- und Stadträtin Pascale Meschberger (zuständig für Sicherheit und Soziales), die selbst als Oberärztin am KSBL arbeitet und als Stadträtin in der Betriebskommission der Feuerwehr und als Präsidentin der Sicherheitskommission des Zivilschutzes sitzt, betonte den Bau als Zukunftsmodell für den Kanton und hofft, dass die gute Stimmung und Zusammenarbeit der Sicherheit dient.
Auch die Musik passte
Am Nachmittag trat die Guggemusig Lupo Rueche aus Lupsingen auf, die 2025 das Sujet «neue Rettungswache Altmarkt» treffend formulierten: «Im Altmärt wärde d‘Blauliechter verbunde – es isch eus ä neui Rettigswach glunge!» Sie traten passend mit der Aufschrift «Lupsingen FIRE Departement» auf den Hemden auf.
Im Gebäude wurden viele Aufgaben anschaulich auf Plakaten erklärt, so zum Beispiel der Skill-Raum als Trainingsplatz für den Ernstfall. Hier wird der Notfall geprobt, damit im echten Einsatz jeder Handgriff sitzt. Hier wachsen Lebensretter, hier wird aus Wissen Können. Fehler dürfen hier passieren, damit sie im Ernstfall vermieden werden.
Mit dieser hohen Qualität in allen Themen der Rettung in dieser optimalen Infrastruktur kann nun der oft gehörte Wunsch für erfolgreiche Einsätze mit guter Zusammenarbeit Realität werden.








