Salz und Honig

Baselbieter Genusswoche 55 Veranstaltungen vom 11. bis 21. September

Tourismus-Chef Michi Kumli stellte die Genusswoche 2025 vor.

Tourismus-Chef Michi Kumli stellte die Genusswoche 2025 vor.

Honigdegustation Fotos: B. Eglin

Honigdegustation Fotos: B. Eglin

Der Baselbieter Tourismus-Chef Michi Kumli stellte letzte Woche das Programm der 13. Baselbieter Genusswoche vor. «Es braucht sehr viele Personen für diese elf schönsten Tage im Jahr», sagte er am Medienanlass, der bei der Saline Schweizerhalle in Pratteln stattfand. Das Schwerpunktthema wird von Salz und Honig geprägt. Beide Produkte haben eine lange Tradition und eine grosse Bedeutung im Baselbiet und man darf gespannt sein, was Wirte und Organisatoren daraus machen.

Salz und Honig

In Schweizerhalle erfolgte 1983 der erste Salzfund in der Region Basel. «Hall» ist keltisch und bedeutet Salz. In den Schweizer Salinen Schweizerhalle, Ryburg und Bex werden pro Jahr bis 600000 Tonnen Salz gefördert. In den Besucherzentren wird das Thema Salz jährlich für 100000 Besucher erlebbar. Wichtig war und ist die Jodierung des Salzes, um die Kropfkrankheit zu verhindern. Am 6. September, dem Tag des Salzes, kann man in der Saline Schweizerhalle noch mehr über das weisse Pulver erfahren.

Honig ist eines der wertvollsten Lebensmitteln mit über 300 Zutaten. Schon die alten Ägypter waren Imker und in der Bibel wird der Honig etwa 50 Mal erwähnt. Die Imker wissen nie genau, ob sie ihren Honig als Heil- oder Lebensmittel anpreisen sollen. Auch heute gibt es Medizin- und Kulturbereiche, in denen der Honig als Heilmittel verwendet wird, z. B. Ayurveda. Im Baselbiet sind seit jeher viele Bienen vorhanden. Die 600 Imker erzielen mit ihren 6000 Völkern einen Ertrag von 15 Kilogramm pro Volk. Für ein Pfund-Glas fliegen die fleissigen Insekten etwa 50000 Kilometer. An zwölf mehrheitlich interaktiven Stationen wird auf dem Rünenberger Honigweg über das Gute im Honig informiert. Eine grosse neue Gefahr ist die amerikanische Hornisse. Bienen getrauen sich nicht mehr auszufliegen, da sie wissen, dass diese Feinde am Eingang warten, um sie zu fressen. Eine weitere Gefahr ist die Varroamilbe. Bienen konnten sich über Jahrtausende anpassen, nicht aber an kurzfristige Veränderungen.

Grosse Vielfalt

Von den 55 Genusserlebnissen setzen 36 speziell Honig oder Salz in Szene. Mit Aktivitäten für Erwachsene und Kinder will man bewusst Veranstalter zu gemeinsamen Events zusammenführen. Seit ein paar Jahren ist auch die Bäcker- und Confiseurwoche mit offenen Türen und Workshops ein Teil des Genusses. Zöpfe, Gutzi oder Torten werden hergestellt und für Liebhaber gibt es einen Bäckerbrunch oder ein Begge-Znacht. Die Wirte bieten Menüs mit Salz und Honig an und Gastro Baselland lädt zur kulinarischen Reise «Fire, Salt & Honey» ein, wo Gastro-Lehrlinge Gerichte auf zwei Feuerringen zubereiten. Mit 20 Veranstaltungen und dem Gnussmärt ist Liestal wieder die Genusshauptstadt.

Mit der Weisheit «Das Essen gehört denen, die es mit Leidenschaft geniessen» und dem Hinweis auf den Link www.Baselbieter-Genusswoche.ch wurde einem die Kulinarik nochmals schmackhaft gemacht.

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