Stählerne Erinnerung aus dem Ersten Weltkrieg

Wanderung entlang der Fortifikation Hauenstein  

Schützengrabenabschnitt auf dem Spitzenflüeli. Fotos: Pier-Giuseppe Cacciatori

Schützengrabenabschnitt auf dem Spitzenflüeli. Fotos: Pier-Giuseppe Cacciatori

Besichtigung der Verteidigungslinie auf dem Spitzenflüeli.

Besichtigung der Verteidigungslinie auf dem Spitzenflüeli.

Festigungshistoriker Christoph Rast erklärt den Verlauf der Fortifikation.

Festigungshistoriker Christoph Rast erklärt den Verlauf der Fortifikation.

Artillerie-Munitionsunterstand.

Artillerie-Munitionsunterstand.

Vom Chilchzimmersattel bis zum Spitzenflüeli (1037 m) über die Geissflue (1005) zur Lauchflue (1014 m) nach Waldenburg folgten Wanderfreudige am vergangenen Sonntag einem Teil der 48 Kilometer langen Verteidigungslinie «Fortifikation Hauenstein», organisiert von Baselland Tourismus, dem Verein Fortifikation Hauenstein, der Auto Bus AG und dem Verein Wanderwege beider Basel. Fürsorglich begleitet wurde die Gruppe von der Projektleiterin Bettina Gysin und Daniel Straumann.

Alte Schützengräben und Beobachtungsposten, imposante Panzersperren, Befestigungen, Unterstände, Laufgräben etc. waren zu bestaunen und zu begehen. Und auf der Lauchflue wartet dann das originelle stählerne Panzertürmli auf unsere Inspektion. Die von der Schweizer Armee zu Beginn des Ersten Weltkrieges (1914–1918) erstellen Bauwerke beeindrucken noch heute. Die Experten Robert Horbaty und Christoph Rast informierten mit höchster Kompetenz über die politischen Auswirkungen, welche zum Entscheid der Eidgenossenschaft führten, im Gebiet Hauenstein ein Zeichen der Souveränität zu setzen. Zur Erhaltung bzw. Rettung der über 500 Bauwerke auf dieser Verteidigungslinie wurde im Februar dieses Jahrs der Verein Fortifikation Hauenstein gegründet (www.fortifikation.hauenstein.ch).

Froh und glücklich mit gutem Schuhwerk vorbei an bizarren Wettertannen, voralpiner Vegetation, Maulbeerbäume, Zwergbuchen und Heidelbeersträucher erreichte die Wandergruppe über den Berggrat die Rehhag-Höhe (1010 m). Talabwärts mit einem eindrücklichen Stück Zeitgeschichte im Rucksack gings freudig weiter nach Waldenburg mit dem Ausblick auf ein herrliches Mittagessen im Restaurant Löwen. Fakultativ war danach der Besuch im Gasmaskenmuseum in Waldenburg.

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