Töfflibuebe und -meitli unterwegs
Töffli-GP Mehrere hundert Töfflifahrer waren letzten Samstag mit ihrem «Sackgeldverdunster» in Baselland und Solothurn unterwegs
Wer kennt nicht das «Isebähnli» in Trimbach, wo sich seit 50 Jahren jeden Donnerstag die Töfffahrer mit ihren grossen Maschinen treffen. Es ist der grösste regelmässige Treffpunkt in Europa für Motorradfahrer.
320 Töfflibuebe und -meitli
Am 6. Juni versammelten sich dort mit 320 Töfflibuebe und -meitli in allen Alterskategorien die zweitgrösste Teilnehmerzahl zum 10. Töffli-GP. Es roch wie vor 50 Jahren, als die Jungen und Alten mit ihren 50-Kubik-Motoren die Strassen dominierten. Bei dieser Rundfahrt geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um die Freude, mit vielen Gleichgesinnten die 85 Kilometer lange Rundstrecke mit 1200 Höhenmetern ohne Panne zu absolvieren.
Der Start war um 11 Uhr in Trimbach und die geplante Zieleinfahrt ab 15 Uhr. Wer vor 14.30 Uhr ankam, wurde disqualifiziert. Die Teilnehmer sollten ohne Zeitdruck gemütlich fahren, unterwegs die schöne Landschaft geniessen und genügend Pausen einlegen. Die Organisatoren betonen in ihrem strengen Reglement, dass es sich um eine Ausflugsfahrt handelt und alle Verkehrsregeln befolgt werden müssen. Vor dem Start gab es eine technische und eine Identitätskontrolle. Wer das Startgeld von 35 Franken bezahlt hat, durfte losdüsen. Für grössere Pannen oder Unfälle gab es eine Notfallnummer und mehrere Besenwagen sammelten die fahruntüchtigen Vehikel ein.
Am Steilhang wurde gesiebt
Von Trimbach führte die Strecke über den Unteren Hauenstein nach Rünenberg, Wittinsburg und Buckten nach Läufelfingen. Dort wurde es steil und die Spreu trennte sich rasch vom Weizen. Die frisierten Maschinen erklommen die Anhöhe rasch und ohne Trethilfe. Andere pedalierten und schafften den Kulminationspunkt ebenfalls und einige mussten ihre Töffli schieben. Oben bildeten sich verschiedene Gruppen, die eine Pause einschalteten oder eine Kleinigkeit reparierten. Aber alle waren froh gelaunt. Alles an Technik war vertreten, vom Puch- oder Sachsmotor bis zum Maxi oder Ciao. Das waren und sind noch Qualitätsmotoren, die Jahrzehnte überdauerten und immer noch funktionieren.
Von Eptingen ging es weiter über Langenbruck, den Oberen Hauenstein und Mümliswil, dann nach Laupersdorf, Holderbank, Kappel und wieder zurück zum Ausgangspunkt in Trimbach.
Die nächste Tour findet am 29. Mai 2027 statt.












