Von der Grabung ins Museum

Museumsbar Einblick in den Berufsalltag einer Konservatorin-Restauratorin

Anna Schuh von der Archäologie Baselland schilderte im Museum.BL, wie Museumsobjekte untersucht, dokumentiert, restauriert und konserviert werden.Foto: S. Moor
Anna Schuh von der Archäologie Baselland schilderte im Museum.BL, wie Museumsobjekte untersucht, dokumentiert, restauriert und konserviert werden.Foto: S. Moor

Sobald man ein Museum betritt, widmet man sich mit voller Konzentration den ausgestellten Schmuckstücken. Doch der Weg von einem gefundenen Gegenstand bis zum Ausstellen im Museum ist ein weiter und beinhaltet viel Arbeit. Über genau diese Schritte erzählte am Dienstag vergangener Woche Anna Schuh, Konservatorin-Restauratorin der Archäologie Baselland, im Rahmen der «Museumsbar» im Liestaler Museum.BL. In einer kurzen, aber bündigen Präsentation gewährte sie dem Publikum einen Einblick in ihren Berufsalltag.

Die Aufgabe von Restauratoren besteht darin, der materiellen, immateriellen und ideellen Bewahrung von Kultur zu dienen – mithilfe von Forschung, Untersuchung, Dokumentation, und dem Erhalten bei der Konservierung und Restaurierung.

Beim Finden eines Objektes ist der Ablauf für die Archäologen immer gleich. Er beginnt mit der Grabung, dann folgt die Erfassung des Objektes und es erhält eine Inventarnummer, was für die Dokumentation von wichtigem Wert ist. Der nächste Schritt ist die genauere Untersuchung des Objekts, anschliessend kommt es zur Restaurierung und Konservierung. Am Ende kommt ein Objekt zunächst auf die interne Sammlung und man sucht nach einem passenden Ausstellungsplatz.

An einem Beispiel erklärt Anna Schuh das Prinzip einer Blockbergung. In Muttenz wurde ein Mammut-Stosszahn gefunden. Bei solchen fragilen Gegenständen wird die Methode der Blockbergung häufig verwendet. Man stabilisiert das Objekt – in diesem Fall mit Gips – und bringt es ins Labor. Dort nimmt man ein Röntgenbild vor, um eine genauere Analyse für das Objekt zu ziehen. Im Labor befinden sich zudem weitere hochmoderne Hilfsmittel, für ein besseres Verständnis des Gegenstands. So beispielsweise ein Mikroskop, das eine Elementanalyse ermöglicht, mithilfe eines Laserstrahls, der ins Plasma eindringt und eines Spektrometers, der schlussendlich das entsprechende chemische Element angibt.

Bei der Restaurierung ist es wichtig, dass mit vertrauten Materialien gearbeitet wird, deren Wirkung auf den Gegenstand bekannt ist. Das Lösungs- und das Klärmittel, die dem Reinigen des Gegenstands dienen, müssen sorgfältig ausgesucht werden und müssen mit dem Objekt kompatibel sein. In der Sammlung sucht man den Platz für jedes Fundstück aus, der ihm am wenigstens Schaden zufügt.

Der Job Restaurator/-in beinhaltet viele Aspekte und ermöglichen einen spannenden und abwechslungsreichen Berufsalltag. Sie ermöglichen mit ihrer Arbeit die Existenz von Museen und dass Menschen Neues entdecken können.

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