Region Gelterkinden
18.11.2020

Für eine bessere Welt

Maja Bischoff (l.) und Katherina Streiff setzen sich freiwillig für den Claro-Weltladen ein.Fotos: S. van Riemsdijk
Nicht nur Lebensmittel werden angeboten, sondern auch Geschenkartikel.
Das Sortiment an regionalen und Lebensmitteln aus Übersee ist vielfältig.

Maja Bischoff (l.) und Katherina Streiff setzen sich freiwillig für den Claro-Weltladen ein.Fotos: S. van Riemsdijk

Maja Bischoff (l.) und Katherina Streiff setzen sich freiwillig für den Claro-Weltladen ein.Fotos: S. van Riemsdijk
Nicht nur Lebensmittel werden angeboten, sondern auch Geschenkartikel.
Das Sortiment an regionalen und Lebensmitteln aus Übersee ist vielfältig.

Nicht nur Lebensmittel werden angeboten, sondern auch Geschenkartikel.

Maja Bischoff (l.) und Katherina Streiff setzen sich freiwillig für den Claro-Weltladen ein.Fotos: S. van Riemsdijk
Nicht nur Lebensmittel werden angeboten, sondern auch Geschenkartikel.
Das Sortiment an regionalen und Lebensmitteln aus Übersee ist vielfältig.

Das Sortiment an regionalen und Lebensmitteln aus Übersee ist vielfältig.

Gelterkinden Der Claro-Weltladen feiert seinen 40. Geburtstag

Von: Sander van Riemsdijk

Was sich einst aus einer radikalen Bewegung mit einem Hauch von Flower-­Power-Umbruch in den späteren 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte, präsentiert sich heute als erste Marke für Fairtrade mit dem globalisierten Namen Claro-Weltladen. Die damaligen Ladengründerinnen setzten sich für faire Löhne und menschwürdige Arbeitsbedingungen im wirtschaftlich schwächeren Weltsüden ein. Ziel war und ist es immer noch, den Verkauf von Produkten an die Länder im reichen Norden im Rahmen von gerechten (fairen) Handelsbeziehungen zu gestalten. Dieser Handel ermöglicht es, die Produkte der meist kleinen Produzentinnen- und Produzenten-Gruppen zu einem Existenz sichernden Preis zu verkaufen, damit die Wertschöpfung in diesen Ländern bleibt. Ein grosses Problem ist die Klimaerwärmung. Diese wirkt sich allmählich auf die Produzenten aus. Welchen Einfluss diese meteorologische Entwicklung auf das künftige Produkteangebot haben wird, ist noch gar nicht absehbar.

Sortiment an Lebensmitteln ist gross

Betritt man den Claro-Laden an der Bohnygasse, wird man von einer grossen, vielfältigen Auswahl an nicht alltäglichen Lebensmitteln und Handwerksartikeln aus aller Welt konfrontiert. Die gewählte Farbe Orange aus dem Farbkonzept mit ihren warmen Tönen und als Symbol für Fröhlichkeit und Kreativität überwiegt in der Raumgestaltung.

In diesem Jahr feiert der Claro-­Laden in Gelterkinden sein 40-Jahr-Jubiläum. Der Moment, um zusammen mit den beiden Gründungsmitgliedern und Pionierinnen, Anna Schneider als jetzige Präsidentin des Vereins Claro-Weltladen Gelterkinden und Johanna Ballmer als Vorstandsmitglied und «gute Seele» des Vereins, auf die bewegte Entwicklung des Ladens in Gelterkinden zurückzublicken. Angesprochen auf den Bekanntheitsgrad, sagt Anna Schneider: «Dieser ist gestiegen. Der Begriff Claro-Weltladen hat sich etabliert. Man kennt den Laden.»

Das Sortiment an Lebensmitteln aus fernen Ländern ist vielfältig und sehr gross. Auch regionale Produkte werden angeboten. «Kaffee, Teigwaren und Schokolade werden am meisten verkauft», so Johanna Ballmer, «und Produkte für den täglichen Bedarf.»

Eindrucksvolle Entwicklung

Der Laden hat eine eindrucksvolle Entwicklung hinter sich. Von den anfänglichen Aktionen während der Fastenzeit an der Rössligasse und am Markt, über den Dritte-Welt-Laden an der Strehlgasse, bestehend aus zwei Zimmern mit einer Grösse von je 14 Quadratmetern, zum Claro-Weltladen an der Schulgasse und seit 2008 zum heutigen Claro-Laden an der Bohnygasse im ehemaligen Milchhüsli. In diesen 40 Jahren haben sich viele ehrenamtliche Helferinnen durch ihre Mitarbeit und mit grossem Engagement für «ihren» Claro-Laden eingesetzt, wie Johanna Ballmer zu berichten weiss. Der Verein mit seinen 14 Aktivmitgliedern und 46 Passivmitgliedern wollte dieses Jahr sein Jubiläum mit einem grossen Apéro gebührend feiern, als Dank für die Kundentreue. Die Coronapandemie liess dies jedoch nicht zu. ­Die Kundschaft wurde dafür mit einem kleinen Geschenk überrascht. Vorausblickend auf die nächsten Jahre hat der Verein sich zum Ziel gesetzt, «möglichst auch neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen», wie Anna Schneider erläutert. Und sie fügt an: «Wir sind mit dem jetzigen Zustand, wie sich der Laden präsentiert, sehr zufrieden.»