«Ganz schöön schlau»
Buch Das Alte Testament auf Baselbieterdeutsch

Der Titel des neuen Buchs als Fortsetzung der Bibelübersetzungen «Der Guet Bricht», ist geschickt gewählt. Er macht richtig neugierig auf den Inhalt!
Die Geschichten der drei Frauen und Männer sind denn auch eindrücklich und dramatisch und lesen sich zum Teil wie ein Krimi. Die Wirkung der in Baselbieterdeutsch übersetzten Lebensgeschichten geht denn auch direkter ans Herz als die Originalübersetzungen auf Schriftdeutsch.
Zum Beginn des Abends im Kirchgemeinderaum Gelterkinden spielten die drei anwesenden Übersetzenden Mirjam Wagner, Margrit Balscheit und Hansueli Müller in einer Szene, wie der zehn Jahre dauernde Arbeitsprozess, zusammen mit drei weiteren Übersetzern, vor sich ging. Da lagen Beigen von schriftdeutschen Bibeln wie zum Beispiel die Zürcher und Lutherbibel, aus denen die Passagen auf den Bildschirm projiziert wurden.
Dann galt es, die richtige Wortwahl und Mundartausdrücke zu finden und sich zu entscheiden. Liestaler Dialekt musste es sein. So wie die bis jetzt erschienenen sechs Werke. Da gab es eine erste Fassung und bis zur Schlussfassung folgten viele Diskussionen. Spannend war es, die Überlegungen mitzuverfolgen, was heute noch von den damaligen Bräuchen verständlich sei.
Wer wissen möchte, wer die schlaue Frau war, die mit ihrem Mut, ihrer Schönheit und dem raffinierten Trick den Feldherrn Holofernes überlistete und damit die Stadt Betulia vor der Eroberung der Assyrer rettete., dem sei die Lektüre des neuen spannenden Buches empfohlen!


