Glühendes Finale

«Cherus Gälti» 28 Guggen feiern einen stimmungsvollen Fasnachtsabschluss

Die «Gassäspränger» Waldenburg werden von einem gewaltigen Sonnenuntergang begleitet.Fotos: E. Bachmann

Die «Gassäspränger» Waldenburg werden von einem gewaltigen Sonnenuntergang begleitet.Fotos: E. Bachmann

Marsch der «Büchelgrübler» Zunzgen zum Cherus-Start in Gelterkinden.Foto: zVg

Marsch der «Büchelgrübler» Zunzgen zum Cherus-Start in Gelterkinden.Foto: zVg

Die «Aerdwyblischränzer» Thürnen.

Die «Aerdwyblischränzer» Thürnen.

Die Fasnacht in der Region Basel lud, im Gegensatz zur Vorwoche, als es etwa in Luzern sehr nass war, mit wunderbaren, fast zu warmen Tagen und Nächten voller Stimmung, Musik und bester Laune ein. Der «Cherus Gälti» ist mit seiner elften Runde bereits ein traditioneller Fasnachts-Abschluss im Herzen von Gelterkinden. 28 Guggen aus sehr verschiedenen Regionen (neun Schweizer Kantone und vier Guggen aus Deutschland) sorgten für beste Unterhaltung und Stimmung. Das kulinarische Angebot mit 27 Festbeizen war bemerkenswert, so dass jederzeit neue Energie getankt werden konnte.

Nachdem bereits am Nachmittag das Kid’s Project für die kleinen Fasnächtler/-innen mit einer spannenden Schnitzeljagd für Aktivität sorgte, zog die Guggenparade als sehr farbenfrohes Spektakel viel Publikum auf die Strasse.

Der Umzug führte von der Allmend über die Poststrasse in die Bohnygasse und weiter durch die Schulgasse zum Dorfplatz. Anschliessend traten die Guggen auf den fünf verschiedenen Bühnen bis 1 Uhr gemäss Konzertplan auf. Von den Guggen wurden vom Publikum Zugaben verlangt, die dann den Zeitplan ab und zu leicht verschoben. Bis zwei Uhr konnte in den Festzelten, Beizlis, Bars und Ständen weitergefeiert werden.

28 Guggen aus vielen Regionen zeigten musikalische Vielfalt

Eröffnet wurde die Parade von den «Aerdwybli-Schränzern» aus Thürnen, die sich für einmal ergänzend in «Aerdmännli-Schränzer» umbenannt haben. Nach einem sehr grauen Samstag verschönerte plötzlich ein feuriges Abendrot im Hintergrund des Paradeparcours die Szenerie.

So marschierten die «Erzbachgugge» aus Erlinsbach und die «Gassäspränger» aus Waldenburg im orange-roten «Bühnenbild» durch Gelterkinden. Dieses Schauspiel verlieh dem gesamten Umzug ein zusätzliches letztes, wunderschönes Fasnachtsfeuer!

Das Spiel in einer Gugge ist oft auch ein Familienprojekt, so zum Beispiel bei den «Bölchefrösch» aus Tenniken oder bei den «Gassäsprängern» aus Waldenburg, bei denen der Tambourmajor auch seinen Vater und die zwei Geschwister zum Rhythmus anleitet.

Ebenso ergänzten die bekannten Guggen («Pumperniggel» und «Gugge Zwärgli») aus Basel die Parade. Auch wenn eine Gugge aus Basel kommt, wird dort auch oft das Baselbiet vertreten. So ist etwa der Tambourmajor der «Pumperniggel» in Lausen zuhause. Auf die Frage an Teilnehmende der Guggen, zum persönlichen Gefallen am Cherus, wurde einheitlich genannt, dass es einfach das Schönste sei, einen perfekten Ausklang einer sehr schönen Fasnacht 2026 noch einmal gemeinsamen richtig geniessen zu können.

Dafür nahmen auch Guggen aus Deutschland und zum Beispiel die «Schlosshüüler» aus Rapperswil oder die «Ziegelhöttler» aus Herisau eine weite Anreise in Kauf, einfach um noch einmal so richtig aus voller Kraft zu Schränzen und das Publikum und sich selbst damit zu erfreuen.

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