Putztag auf der Ödenburg

Wenslingen Rotarier und Lions leisten Frondienst

Nach getaner Arbeit: Aufräumen und Abzug. Fotos: B. Eglin

Nach getaner Arbeit: Aufräumen und Abzug. Fotos: B. Eglin

Stiftungspräsident Adrian Hasler erklärt die Schautafel.

Stiftungspräsident Adrian Hasler erklärt die Schautafel.

Bei schönstem und angenehm warmem Herbstwetter leisteten Mitglieder des Rotary Clubs Sissach Ober-baselbiet, des Rotary Clubs Gelterkinden und des Lions Club Farnsburg ihren Arbeitseinsatz auf der Ödenburg. Eine zum Oberbaselbieter Club gehörende Stiftung übernahm die Aufgabe, sich um den Unterhalt der alten Burg zu kümmern. Sie ist eine der ältesten Burgruinen unseres Kantons und stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert. Aber schon vor Ende desselben Jahrhunderts wurde sie wieder aufgegeben. Nach mehreren archäologischen Untersuchungen (1941–1979) folgte 1980 eine umfassende Sanierung und die Erschliessung für die Bevölkerung. Von den Grillplätzen öffnet sich eine schöne Aussicht weit über Tecknau hinaus. Eine Schautafel zeigt, wie die Burg einst ausgesehen haben könnte und Texte erklären die Geschichte des Bauwerkes.

Schon zu jeden Zeiten wurden Felsen gesprengt, um kleinere Steinblöcke zu gewinnen. Man grub Löcher und pflanzte Buchen. Deren Wurzeln drangen in feinste Ritzen und sprengten das Gestein langsam und auf natürliche Weise.

Regelmässiger Unterhalt

Eine Burg, die keine Betreuung hat und nicht jährlich gepflegt wird, zerfällt rasch. Pflanzen aller Art erobern die alten Mauern und zerstören sie. Um den langfristigen Unterhalt sicherzustellen, gründeten die Oberbaselbieter Rotarier die «Stiftung Ödenburg». Jeweils im Herbst putzen Freiwille jeden Alters die Mauern und befreien sie von Moos und Gestrüpp. Das Gras wird gemäht und neu aufkommende Bäume in der Umgebung werden entfernt. Auch Kinder sind dabei und schleppen geschnittenes Gestrüpp zum Transportfahrzeug. Der Stiftungsrat nutzt jeweils die Gelegenheit und hält in einem der ungedeckten Turmzimmer seine Sitzung ab.

Zwei Austauschstudentinnen aus Australien und den USA pflanzten einen Baum. Danach wurde im Bereich des Hauptgebäudes der Apéro serviert. Das Küchenteam legte die Würste auf den Grill und bald darauf stand auch der «traditionelle und weltbeste Kartoffelgratin» bereit.

Obwohl heute nur noch Grundmauern übrig sind, lohnt sich ein Ausflug zu diesem alten Aussichtspunkt. Vom Schulhaus Wenslingen sind es zu Fuss gemütliche und ebene 15 Minuten. Ab Tecknau muss man noch etwa 200 Höhenmeter einberechnen.

Weitere Fotos: www.tourpress.ch > Schweiz > Baselland

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