«Wohnzimmergespräch» mit Kurt Aeschbacher ein Grosserfolg

Niederdorf Im «Gritt» ist über den Sinn des Lebens gesprochen worden

Kurt Aeschbacher (l.) im Gespräch mit Stephan Hall.Foto: W. Wenger
Kurt Aeschbacher (l.) im Gespräch mit Stephan Hall.Foto: W. Wenger

Niederdorf Im «Gritt» ist über den Sinn des Lebens gesprochen worden

Im Rahmen der sogenannten «Wohnzimmergespräche» des Gritt Seniorenzentrums Waldenburgertal in Niederdorf hat vergangene Woche Zentrumsleiter Stephan Hall mit dem national bekannten Moderator und Publizisten Kurt Aeschbacher ein Gespräch über den «Sinn des Lebens» und über die richtige Wahl der Socken(farbe) geführt. Der Auftritt des zu den erfolgreichsten TV-Stars gehörenden Aeschbacher war brillant. Er erzählte aus dem Leben, aus seinem Leben, das interessant und überraschend vielseitig verlaufen ist.

Der im Berner Breiterainquartier aufgewachsene und heute in Zürich lebende «Aeschbi» wusste die 140 Personen im Saal und jene auf den Stockwerken – sie waren über TV-Geräte zugeschaltet – zu fesseln. Regelmässiger Applaus war die Quittung für sein charmantes Auftreten, so wie er dies während seiner SRF-Zeit als Redaktor und Moderater immer getan hat. Von 2001 bis 2018 beispielsweise in 785 Sendungen.

Hall beschrieb Aeschbacher als einen Mann mit ausserordentlichen Fähigkeiten. Er sei zum Beispiel in der Lage, seinem Gegenüber Fragen zu stellen, welche immer sein grosses Interesse am Interview-Partner dokumentieren. Aeschbacher quittierte diese Feststellung in positiven Sinne, auch als Unternehmer, als Sammler und eben als engagierte Person.

Der Gast des Gritt erzählte dem Publikum, wie im Grossen und Ganzen seine Berufslaufbahn verlaufen sein. «Meine erste richtige Stelle war jene als Vizedirektor an der damaligen schweizerischen Gartenbauausstellung «Grün 80» in Basel/Münchenstein. «Vize» sei für ihn damals als 26-Jährigen ein ganz toller Titel gewesen, schmunzelte Aeschbacher. Und, zur «Grün 80» sagte er, dass einen Garten zu besitzen für ihn schon immer ein Wunsch gewesen sei. «Diesen habe ich mir letztlich erfüllen können. Ich besitze ein altes Bauernhaus in Südfrankreich mit 6000 Quadratmetern Umschwung und 50 Bäumen. Nur wegen diesem habe ich mir dieses Anwesen gekauft», kommentierte der ehemalige TV-Star, welcher beim SRF nie fest angestellt war, sondern dort stets als «Freelancer» gearbeitet hat.

Für Aeschbacher stellt «Gesund leben» ein hohes Gut dar. Er ernähre sich in diesem Sinne ordentlich, bewege sich täglich gut anderthalb Stunden und pflege Gesellschaft mit Freunden und Bekannten. «Zusammensein ist für mich zentral, ja unverzichtbar», kommentiere der gut gelaunte Aeschbacher, welcher von den Gritt-Bewohnerinnen und -Bewohnern mehrfach starken Applaus erhielt. Dass er sehr gerne koche, erwähnte «Aeschbi» eher beiläufig.

Klar ausgesprochen hat Aeschbacher seinen Kommentar zum Thema Liebe. «Liebe ist das grösste Geschenk im Leben. Dazu gehört vieles, zum Beispiel Danke sagen oder der Respekt vor Tieren und der Natur. Auch das ist für mich ein Ausdruck von Liebe.» Überhaupt: Der Mensch als solcher ist für Aeschbacher zentral. Es brauche den Menschen, um auch Wissen beurteilen zu können. Der Gast des Gritt verwies in diesem Zusammenhang auf die Künstliche Intelligenz ...

Kurt Aeschbacher, der seinen 77. Geburtstag unlängst auf einem Flug von Vietnam in die Schweiz feierte und der mit seinem Partner seinen Lebensmittelpunkt in Zürich hat, sagte schliesslich, dass er seine Entscheide schon immer in aller Regel über den Bauch gefällt habe. Dies sei oft präzisier und schneller als über den Umweg via Berater und dergleichen.

Mit vielen Bonmots schloss Aeschbacher seine Ausführungen, «beladen» mit Geschenken, welcher er erhalten hatte. Einige davon waren Socken in vielfältiger Art und Weise. Er dankte aber auch für Wein und Baselbieter Spezialitäten, welcher er aus den Händen von Hall erhielt.

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