80-jährig und in Top-Zustand
Frenkendorf Güllepumpi feierte mit einem Megafest ihren 80. Geburtstag
Wo in aller Regel friedlich und idyllisch Tiere weiden, stieg über den 1. August ein bemerkenswertes Fest. Die Guggenmusik und Wagenclique Güllepumpi Frenkendorf führte aus Anlass ihres 80. Geburtstages auf der grossen Matte im Waldstück hinter dem Frenkendörfer Friedhof und unweit des Hülftendenkmals das zweitägige GP-Matte-Fescht durch – und der Anlass avancierte zu einem durchschlagenden Erfolg.
Müde und «total happy» bilanzierte OK-Präsident Fabian Meier ein Fest, das ein Riesenerfolg war, «mit einer grossartigen, friedlichen Stimmung, tollen Bands und keinerlei Zwischenfällen», wie Meier sagte.
Das neunköpfige OK hatte sich einiges einfallen lassen. In insgesamt 14 OK-Sitzungen in nicht ganz zwei Jahren entstanden viele Ideen, welche schliesslich zu einem originellen Zeltkonzept führten. Zentrales Element auf dem Festplatz war ein grosses, seitlich offenes Zirkuszelt mit einer grossen Bühne, darin und darum herum diverse weitere Verpflegungs- und Barzelte mit unzähligen Sitzgelegenheiten.
Zwei musikalische Headliner
Zentral an beiden Tagen (am 31. Juli und am 1. August) war die Musik. Am Freitagabend wusste die Nordwestschweizer Band Upgrade mit vielen legendären und hervorragend arrangierten Coverhits zu überzeugen, am Samstagabend sorgte dann das volks-tümlich-rockige Duo «ChueLee» für gute Stimmung.
An beiden Abenden wurden gemäss Meier zusammen über 1500 Eintritte zur sehr humanen, symbolischen Preisen (zehn und fünf Franken) verkauft und das GP-Matte-Fescht auf dem aussergewöhnlichen, eindrücklichen Gelände avancierte quasi zu einem zweitägigen Dorffest. Eindrücklich war zudem am (sehr) späten Freitagabend der Aufmarsch der Baselbieter Fluhtrychler.
Am 1. August tagsüber gab es zudem gut besuchte Attraktionen für Kinder und Familien. Dazu gehörten ein Wasserpark, Baggerfahren, ein Auftritt der lokalen «Pumpianer» oder die Präsenz des Baselbieter Schwingverbandes.
Euphorischer Gemeindepräsident
Der gesamte Festplatz wurde durch die Güllepumpi-Familie innert einer Woche aufgebaut, wofür jedes Mitglied rund 35 Stunden Fronarbeit leistete. «Das macht uns aus, die Güllepumpi ist wie eine Familie», berichtete Meier und der neue Güllepumpi-Präsident Rolf Affolter nicht ohne Stolz. Das Gesamtbudget für das GP-Matte-Fescht belief sich gemäss Meier auf gegen 80000 Franken, welche durch Sponsoren sowie den Erlösen aus Eintritten und Konsumationen eingespielt worden sein dürften.
Unter den begeisterten Besuchern weilte auch der Frenkendörfer Gemeindepräsident Roger Gradl. «Dieses Fest zeigt, dass die Güllepumpi ein absolut zentraler Verein ist, der das Frenkendörfer Wappen mit Stolz auf der Brust trägt. Das geilste Dorf, die geilste Guggemusik und das geilste Fest dieses Wochenendes», meinte Gradl geradezu euphorisch.
Eines ist sicher: Die Güllepumpi, die älteste Guggenmusik des Baselbiets und die viertälteste der Schweiz, befindet sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters in hervorragender Verfassung und wird noch für manche Höhepunkte im Frenkendörfer Vereinsleben besorgt sein.








