Region Liestal
15.09.2021

Feuer frei für die ganze Gemeinde

Familie Knecht, die «Stars» am Feldschiessen.
Ein Schiesslehrer begleitet die Jungschützin.
Paul Salathe instruiert die vier Gymnasiastinnen. Fotos: U. Fluri

Familie Knecht, die «Stars» am Feldschiessen.

Familie Knecht, die «Stars» am Feldschiessen.
Ein Schiesslehrer begleitet die Jungschützin.
Paul Salathe instruiert die vier Gymnasiastinnen. Fotos: U. Fluri

Ein Schiesslehrer begleitet die Jungschützin.

Familie Knecht, die «Stars» am Feldschiessen.
Ein Schiesslehrer begleitet die Jungschützin.
Paul Salathe instruiert die vier Gymnasiastinnen. Fotos: U. Fluri

Paul Salathe instruiert die vier Gymnasiastinnen. Fotos: U. Fluri

Seltisberg Das Feldschiessen als «Volksfest für alle» ist gut angekommen  

Von: Ulrich Fluri

Die Corona-Flaute hat im Verlauf der letzten zwei Jahre auch dem Schiesswesen arg zugesetzt. Dem anfänglich drohenden «Ende Feuer» haben sich die vielen Tausend Schiesssport-Begeisterten in der Schweiz aber erfolgreich widersetzt und allen Auflagen und Einschränkungen zum Trotz ihrem Hobby bis heute einigermassen frönen können. Das «feu sacré» der leidenschaftlichen Schützinnen und Schützen brennt weiterhin. Das stellt auch der Liestaler Beda Grütter, Präsident der Kantonalschützengesellschaft Baselland fest: «Der leichte Rückgang bei den Altersklassen wird aktuell mehr als kompensiert durch die steigende Beteiligung von begeisterten Jungschützen an den verschiedenen Anlässen.»

Zwar sind, eben Pandemie-bedingt, die grossen Events wie das Eidgenössische Schützenfest und das Feldschiessen auf Geheiss des Schweizer Schiesssportverbands redimensioniert und die Organisation dezentral den Sektionen übertragen worden. Das nahmen dann die örtlichen Vereine mit viel Motivation zum Anlass, aus den ursprünglichen Mega-Schützenfesten eigentliche «Volksfeste für alle» mit Musik, Grillparty und sonstige Geselligkeiten aufzuziehen.

So auch die Feldschützen Seltisberg mit Paul Salathe an der Spitze. Sie haben nämlich am vergangenen Samstag zu einem «Zwinky Feldschiessen-Challenge» in familiärem Rahmen eingeladen und diese über 140-jährige helvetische Tradition heuer bereits zum zweiten Mal autonom fortgeführt. Mit dem Motto «Wir kommen wieder» wurde dem auf dem Ärdbeerihübel seit Jahren gut verankerten Schiesssport denn auch nochmals viel Schub gegeben.

Familie Knecht zu fünft

Die 80 klassierten Schiesssportlerinnen und Sportler – vom Zehnjährigen bis zum 73-Jährigen – haben ihr 18 Schuss-Programm auf die Feldscheibe B4 mit unterschiedlichem Erfolg erzielt. Immerhin haben 25 Klassierte mit 57 und mehr Punkten, bei einem möglichen Maximum von 72 Punkten, den begehrten Kranz gewonnen. Mit 69 Punkten führt der Seltisberger Christian Boos die Rangliste an. Die grösste Beachtung fand indes die einheimische Familie Lara und Mario Knecht die zusammen mit ihren drei Töchtern den frohen Festbetrieb auf der Schiessanlage Buchenweg zünftig aufmischte. Der passionierte Jäger und Betreiber des gleichnamigen Gartengestaltungsgeschäfts war nämlich erstmals mit seiner «Damenriege» an einem Schützenfest, und alle kamen zu Kranzehren. «Bis jetzt haben wir zu Hause nur mit dem Luftgewehr geschossen, das heute war ein Riesending», schwärmte die 14-jährige Lena.

Genauso geschwärmt fürs Schiessen haben auch vier 18-jährige Girls des Gymnasiums Liestal. Ihr Klassenkamerad Crispin Bassi, erfolgreicher Aktiver bei den Feldschützen Seltisberg, war der Auslöser für diese Premiere. «Ach war das aufregend», frohlockte Silvana Belser aus Gelterkinden. Mit 54 geschossenen Punkten war die Enkelin von alt Regierungsrat Edi Belser die Beste unter den Ihresgleichen. «Wir wollen mit unseren Aktivitäten den Schiesssport insbesondere bei den Jungen besser positionieren, und damit liegen wir heute richtig», zieht Präsident Paul Salathe positive Bilanz zum diesjährigen Feldschiessen.