Region Waldenburg
17.02.2021

Chemie-Professor entführt!

Im vermeintlichen Chaos finden sich etliche Hinweise. Unter dem Periodensystem stehen einzelne Zahlen.
Das Labor vom Chemie-Professor.
Flavia, Elena, der kopflose Hugo und Carla präsentieren stellvertretend für das ganze Planungsteam ihren Escape-Room im Lesezentrum.Fotos: zvg

Im vermeintlichen Chaos finden sich etliche Hinweise. Unter dem Periodensystem stehen einzelne Zahlen.

Im vermeintlichen Chaos finden sich etliche Hinweise. Unter dem Periodensystem stehen einzelne Zahlen.
Das Labor vom Chemie-Professor.
Flavia, Elena, der kopflose Hugo und Carla präsentieren stellvertretend für das ganze Planungsteam ihren Escape-Room im Lesezentrum.Fotos: zvg

Das Labor vom Chemie-Professor.

Im vermeintlichen Chaos finden sich etliche Hinweise. Unter dem Periodensystem stehen einzelne Zahlen.
Das Labor vom Chemie-Professor.
Flavia, Elena, der kopflose Hugo und Carla präsentieren stellvertretend für das ganze Planungsteam ihren Escape-Room im Lesezentrum.Fotos: zvg

Flavia, Elena, der kopflose Hugo und Carla präsentieren stellvertretend für das ganze Planungsteam ihren Escape-Room im Lesezentrum.Fotos: zvg

Sekundarschule Oberdorf Escape Room: Ein kleiner Rätselspass mit grosser Wirkung  

Von: Tina Sames

Etliche Veranstaltungen mussten aufgrund Corona abgesagt werden, unter anderem die Erzählnacht und das Weihnachtsfest. Der Escape Room hingegen durfte stattfinden – dank Schutzkonzept. Ein kleiner Rätselspass mit grosser Wirkung in einer Zeit, in der alles so viel anders ist – nicht zuletzt auch für die Schülerinnen und Schüler.

Gesucht wird ein Chemie-Professor. Sein Labor: ein einziges Chaos. In der Ecke steht ein Skelett. Ist er das etwa ...? Der diesjährige Escape-Raum der Sek Waldenburgertal steht unter dem Motto Glück – und Chemie und Mathematik. Im vermeintlichen Chaos finden sich etliche Hinweise. Unter dem Periodensystem stehen einzelne Zahlen. Auf dem Laborwagen liegen 25 alte Schlüssel. In den Lexika hat es Spickzettel, in den Reagenzgläsern gelbe, rote und blaue Substanzen. Im Becherglas violetten Schleim. Mathematische Formeln hängen an den Wänden. Doch welche dieser Objekte sind tatsächlich hilfreich, welche führen in die Irre?

Bereits 2019 hatte der Biblioclub zum Zehn-Jahres-Jubiläum des Lesezentrums, die Bibliothek der Sek Waldenburgertal, erstmals einen Escape Room gebaut. Unter dem Jubiläums-Motto «Harry Potter». Der Biblioclub besteht aus rund zehn Schüler/-innen, die sich regelmässig Freitagmittag im Lesezentrum treffen und das Kinoprogramm, Erzählnächte, Lesewettbewerbe sowie Bucheinkäufe usw. planen und umsetzen. Der «Harry Potter»-Escape-Raum war ein grosser Erfolg, sodass rasch klar war, dass dies kein einmaliges Ereignis bleiben sollte. Daher wurde der Bau eines Escape Rooms fix ins Club-Programm aufgenommen.

«Wir haben uns sehr gefreut, als wir die Erlaubnis bekamen unseren zweiten Escape Room zu bauen. Durch das Brainstorming kamen sehr viele gute und kreative Ideen auf», erzählt Carla, eine der Schüler/-innen aus dem Biblioclub. «Am Schluss einigten wir uns auf das Thema ‹Glück› mit einem Chemie-Raum und einem Fantasy-Raum.» Die Gruppe arbeitete über Wochen während vieler Mittagspausen am Escape Room, «Trotz allem kamen wird zum Ende in Zeitdruck. Aber wir haben es geschafft.»

Eigentlich wäre der Escape Room eines der Highlights der Erzählnacht gewesen. Diese musste aufgrund Corona leider abgesagt werden. «Dadurch, dass die Lesenacht abgesagt wurde, kamen nicht so viele Schülerinnen und Schüler wie letztes Jahr, dafür besuchten mehr ganze Klassen unseren Escape Room», so Carla. Abgesagt werden musste auch das Weihnachtsfest der Schule und etliche Lehrpersonen nutzten das Angebot, um trotz schwieriger Situation wieder etwas mehr Leichtigkeit in den Alltag der Schülerinnen und Schüler zu bringen.

Eine der Klassen, die den Escape Room besucht hat, ist die 2 Ab von Claudia Veser. «Die Rätsel waren schwierig, aber es hat Spass gemacht, sie zu entschlüsseln. Der Raum an sich war cool eingerichtet», erzählen Era und Pajtime. Samuel, Alessio und Luana bestätigen, dass es schwierig war. Aber: «Es war spannend die verschiedenen Sachen zu suchen. Es war auch wie in echt, mit dem Rauch.» Tatsächlich hat der Biblioclub alles gegeben: Es wurde mit Rauchmaschine, UV-Licht und passender Beleuchtung gearbeitet. Spannend im Escape Room ist, zu beachten, wie die verschiedenen Gruppenmitglieder untereinander agieren. «Man muss schnell handeln und gut überlegen. Wir fanden toll, dass man in einem Team arbeitet», bestätigen Simon und Xhavit. In der Tat: Die Zeit läuft ständig weiter und 20 Minuten können sehr rasch um sein.

Die meisten Schülerinnen und Schüler der 2Ab waren noch nie in einem Escape Room. «Die Begeisterung zu Anfang hielt sich in Grenzen», erzählt Klassenlehrerin Claudia Veser. «Schaffen wir das?» Das war die grosse Frage, die im Raum stand. Eine Bestenliste beim Eingang zeigt, welche Gruppen wieder rausgefunden haben und wie viel Zeit sie dafür benötigt hatten. «Doch beim Suchen, Recherchieren, bei gemeinsamen Überlegungen, Ausschliessen von Möglichkeiten und Verstecken wurde die Motivation immer grösser.» Dann kam der Ehrgeiz ins Spiel und die Entdeckerfreude. «Es hat alle gepackt ... es war eine grosse Bereicherung des Schulalltags. Grossen Dank an das wunderbare Team des Lesezentrums», so Claudia Veser.

Buchbar ist der aktuelle Escape Room für die Klassen noch bis zu den Sportferien. Dieses Jahr natürlich mit eigenem Corona-Schutzkonzept: Mit Maske, Handdesinfektion, regelmässiger Desinfektion der Gegenstände, keine Klassendurchmischung, Lüften, max. vier Personen.

Die Lehrer/-innen sind bereits gespannt auf das Escape-Thema 2021/22. Doch zuerst wird der Biblioclub – saisongerecht – eine Indoor-Minigolf-Anlage aus ausgemusterten Büchern, Schachteln etc. konzipieren und umsetzen.

Und sobald die aktuellen Corona-Massnahmen gelockert werden, steht der Einkauf neuer Medien vor Ort in der Buchhandlung an. Es bleibt spannend.