Der verführerische Charme von altem Blech

Langenbruck Oldtimer-Treffen wurde zum 20. Mal durchgeführt

Auch Ambulanzen kommen ins Alter.

Auch Ambulanzen kommen ins Alter.

Der vornehme Deutsche und die frische Französin. Fotos: E. Gysin

Der vornehme Deutsche und die frische Französin. Fotos: E. Gysin

Fahrzeuge, die ein Alter von 30 Jahren und mehr Jahren erreicht haben werden als Oldtimer bezeichnet. Dementsprechend ist die Anzahl der möglichen Kandidaten riesig. Das kam am Langenbrucker Treffen deutlich zum Ausdruck, die Vielfalt der gezeigten Fahrzeuge war sehr gross.

Der Verein «Altes Blech» steht allen Automarken und Typen offen. «Als Gäste habe wir zu unserem Jubiläum den ‹Fiat 500 Club› Sektion Basel sowie ‹tempi passati›, den Lausner ‹Alfa Romeo Club› eingeladen», sagte der Langenbrucker Vereinspräsident Alexander Zwahlen, «unser Verein steht sämtlichen Automarken und -typen offen», erklärte er noch. So war es denn auch, ein Kommen und Gehen, vielmehr ein zu- und wegfahren. Manche blieben vielleicht eine Stunde auf dem Platz zwischen Schulhaus, Kirche und Revue im Zentrum Langenbrucks und machten dann Platz für die nächsten. Vom Blumencafé aus, auf dem Balkon von Hanni Probsts «Chic Antique»-Lädeli, gleich gegenüber, liess sich das Geschehen bestens beobachten.

Das anhaltende Hundstagswetter war perfekt für die Cabriofahrer. Aber auch ganz gewöhnliche Autos, die wir Jahrzehnte lang auf den Strassen sahen sind heute Oldtimer. Christian Weber kam mit seinem «VW-Käfer» von 1973, damit älter als er selbst. «Ich habe dieses Auto gar nicht gesucht, es hat mich gefunden», sagte der Lampenberger. Das Fahrzeug sei ihm angetragen worden, worauf ihn die Faszination sofort ergriff, er habe grosse Freude am legendären Fahrzeug. Es braucht also keine «carrozza prozza» aus den 50er-Jahren um Oldtimerfan zu werden.

Manche waren mit diesen riesigen amerikanischen Chevys oder Cadillacs unterwegs, man fragt sich bei diesen Fahrzeugen, wo man parkieren könnte. Aber sie sind ebenfalls Vergangenheit und noch als Oldtimer oder auf den Strassen in Cuba oder Uruguay unterwegs. Dreht man den bei diesen Fahrzeugen den Schlüssel des Anlassers und gibt genügend Gas, so tönt das etwa wie ein röhrender Löwe in der Serengeti.

Beste Stimmung bis weit in die Tropennacht

Dazwischen fuhr aber auch ein Original «Mini» auf den Platz oder ein «Topolinchen». Man hat sie einfach gern, die Kleinen! Sehr beliebt bei den Oldtimerfans sind die englischen Zweiplätzer von «MG» oder «Triumph», davon gab es manche verschiedener Jahrgänge zu bestaunen.

Die gezeigten Fahrzeuge waren ausnahmslos in bestem Zustand, manche bunt lackiert, es wurde vermutlich viel Zeit in dieses Hobby investiert. Eigentlich ist es auch die Pflege von Kulturgut. Und es ist ein Männerhobby, die Frauen sind deutlich in der Minderheit, am Steuer sowieso und beim Fachsimpeln an der geöffneten Kühlerhaube erst recht. Für den Langenbrucker Verein war es ein ausgesprochen erfolgreiches Wochenende, «ich bin sehr zufrieden, es gab keine Zwischenfälle», resümierte der Vereinspräsident.

Der Samstagabend geriet zu einem eigentlichen Sommernachtsfest. Die Verpflichtung der Band «The JB-Ramblers» war für die Veranstalter ein Glücksgriff. Die vier Musiker können auf ein Repertoire ohne Ende zurückgreifen und verstanden es, das Publikum, bis weit in die Nacht hinein, mitzureissen. Und dieses liess sich mitreissen und war begeistert, weil auf dem Programm standen auch manche Oldies aus der Pop- und Rockgeschichte der vergangenen Jahrzehnte.

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